Zwischen Paragrafen & Persönlichkeit – warum Stellenausschreibungen oft alles falsch machen
Podcast & Video mit Adina Kocher und Arne Kocher
Viele Stellenausschreibungen klingen eher nach Gesetzestext als nach Einladung. In dieser Folge sprechen Adina und Arne darüber, warum Sprache, Benefits und Bilder in Stadtverwaltungen und Unternehmen oft zu Bewerbungsverhinderern werden – und wie es besser geht.
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Darum geht’s in dieser Folge
- Warum Fachkräftemangel oft kein Markt-, sondern ein Kommunikationsproblem ist
- Wie Behördendeutsch, TVöD-Abkürzungen & Paragrafen aus Stellenausschreibungen Bewerbungsverhinderer machen
- Was Bewerber wirklich interessiert: Alltag, Team, Führung und Kultur statt nur Aufgabenlisten
- Benefits vs. Selbstverständlichkeiten: Warum 30 Tage Urlaub & pünktliche Bezahlung kein echter Vorteil sind
- Wie Bilder & Videos helfen, Stadtverwaltungen und Arbeitgeber menschlich und nahbar zu zeigen
Warum viele Stellenausschreibungen wie Bewerbungsverhinderer wirken
In vielen Stadtverwaltungen und Unternehmen sehen Stellenausschreibungen noch immer so aus, als wären sie nur für interne Fachleute geschrieben: TVöD, Entgeltgruppen, Paragrafen und Behördendeutsch bestimmen den Ton. Für Menschen außerhalb dieser „Blase“ wirkt das schnell abschreckend – oder sie verstehen schlicht nicht, was sich dahinter verbirgt.
Genau hier setzt die Folge an: Adina und Arne beleuchten, wie Sprache, Tonalität und Aufbau von Stellenausschreibungen darüber entscheiden, ob sich jemand angesprochen fühlt – oder ob er innerlich abschaltet. Statt nur Aufgaben und Anforderungen herunterzubeten, braucht es klare Antworten auf die Frage: Warum sollte ich genau hier arbeiten?
Benefits: Selbstverständlichkeit oder echter Vorteil?
Ein weiterer Schwerpunkt der Folge sind Benefits. Viele Ausschreibungen führen Dinge wie „30 Tage Urlaub“, „leistungsgerechte Bezahlung“ oder „einen modernen Arbeitsplatz“ als „unsere Benefits“ auf. Das sind wichtige Grundlagen – aber für die meisten Bewerber kein wirklicher Grund, ihren aktuellen Job zu verlassen.
Im Gespräch geht es darum, was Menschen in Interviews wirklich nennen: Teamgefühl, Vertrauen, Führung auf Augenhöhe, Entwicklungsmöglichkeiten und das gute Gefühl, morgens gern zur Arbeit zu kommen. Adina und Arne nennen diese Aspekte Soft-Benefits – und zeigen, warum sie in Texten, Bildern und Videos viel stärker sichtbar werden sollten.
Stadtverwaltung, öffentlicher Dienst & sichtbare Arbeitgebermarke
Gerade im öffentlichen Dienst treffen formale Anforderungen (Ausschreibungspflichten, TVöD, Rechtssicherheit) auf einen Arbeitsmarkt, in dem Bewerber deutlich mehr Auswahl haben als früher. Die Folge zeigt, wie Stadtverwaltungen diese Rahmenbedingungen erfüllen können, ohne menschliche Ansprache und Klarheit zu opfern.
Statt PDF-Wüsten und Textblöcken in kleiner Schrift plädieren Adina und Arne für:
- verständliche, zielgruppengerechte Sprache
- klare Struktur und gute Lesbarkeit – auch mobil
- echte Gesichter und Stimmen aus der Verwaltung
- Videos, die Alltag, Team und Kultur sichtbar machen
Für wen ist die Folge spannend?
- Personalabteilungen in Stadtverwaltungen, Landratsämtern und öffentlichen Einrichtungen
- Amtsleitungen, Bürgermeister und Führungskräfte, die mehr passende Bewerbungen wollen
- Kommunikation, Stadtmarketing & Öffentlichkeitsarbeit
- HR-Teams in Unternehmen, die Stellenausschreibungen neu denken möchten
Über Adina und Arne Kocher
Adina Kocher und Arne Kocher sind die Köpfe hinter Schwarzwald Anker. Mit ihrer Agentur unterstützen sie Städte, Gemeinden und Unternehmen dabei, als Arbeitgeber sichtbar zu werden – mit ehrlichen Geschichten, Videos aus dem echten Alltag und einer Sprache, die Menschen versteht, statt sie abzuschrecken.
In ihren Projekten verbinden sie Employer Branding, Recruiting-Videos und Workshops für Arbeitgebermarken. Die Erfahrungen aus diesen Einsätzen fließen direkt in diese Podcastfolge ein.
