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Arbeitsmarkt im Wandel: 6 Maßnahmen, wie Arbeitgeber jetzt reagieren sollten

Lesezeit ca. 6 Minuten · Aktualisiert im Juni 2026

Um in der heutigen Zeit konkurrenzfähig zu bleiben, sollten sich Arbeitgeber jetzt anpassen. Die 6 wichtigsten Maßnahmen, die Unternehmen ergreifen sollten, um ein attraktiver Arbeitgeber zu bleiben gibt es hier zu lesen.

Der Arbeitsmarkt im Wandel

„Wenn Du jetzt nicht mit der Zeit gehst, dann gehst Du mit der Zeit.“

Ganz schön hart diese Aussage, oder? Ja, hart für Sie, wenn Sie als Arbeitgeber jahrzehntelang Ihre Personalgewinnung sträflich vernachlässigt haben.

Das Ergebnis: Sie sind frustriert, weil Sie kaum noch Bewerbungen erhalten und Ihre Mitarbeiter sind frustriert, weil sich nichts verändert.

Wie sich der Arbeitsmarkt entwickelt

Früher hatten wir einen Arbeitgebermarkt, d.h. Unternehmen konnten sich die besten Bewerber aussuchen. Bewerber mussten viele Bewerbungen schreiben, um zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werden. Unternehmen müssen nichts bis wenig dafür tun, um Bewerber zu bekommen. Es hat gereicht, wenn Mitarbeiter weitererzählt hatten, dass die Firma jemanden sucht. Auf Stellenanzeigen in der Zeitung haben sich genügend Bewerber gemeldet. Um sich zu bewerben, mussten Bewerber Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse etc. in ausgedruckter Form per Post senden. Häufig hat es wochenlang gedauert, bis sich die Firma auf die Bewerbung gemeldet hat.

Heute haben wir einen Bewerbermarkt, d.h. plump gesagt, dass man als Bewerber nun auswählen kann, wo man sich bewirbt. Man muss auch nicht unzählige Bewerbungen schreiben. Als Bewerber bekomme ich immer häufiger Stellenanzeigen auf Social-Media angezeigt. In manchen Branchen werde ich sogar aktiv von Recruitern oder Headhuntern angeschrieben. Ich erwarte, dass Unternehmen modern aufgestellt sind und neue Medien wie z.B. Social-Media für Bewerbungen nutzen. Komplizierte Bewerbungsverfahren in unübersichtlichen Karriereportalen schrecken mich ab. Dazu kommt ein verändertes Bewusstsein zum Thema Arbeiten. Ich habe einen höheren Anspruch an das Angebot meines Arbeitgebers. Zum Beispiel: Moderne IT-Technik, Home-Office, ein gesundes Arbeitsklima, Weiterbildungsmöglichkeiten, flexible Arbeitszeitmodelle und Mitarbeitervorteile. Wenn Sie Bewerber sind, haben Sie hier sicherlich schon das ein oder andere selbst erlebt.

Der demografische Wandel im Arbeitsmarkt

Die demografische Entwicklung ist ein wesentlicher Faktor, der den Arbeitsmarkt in den kommenden Jahren beeinflussen wird. In Deutschland wird die Bevölkerung immer älter und es gibt immer weniger junge Menschen, die auf den Arbeitsmarkt kommen. Diese Entwicklung hat bereits jetzt Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und wird in Zukunft noch stärker zu spüren sein. Die Folge ist ein spürbarer Fachkräftemangel – in der Pflege, im Handwerk, in der Verwaltung und im gesamten öffentlichen Dienst. Qualifizierte Fachkräfte haben heute die freie Wahl: Wer ihnen keinen Grund liefert, sich genau hier zu bewerben, geht leer aus. Das ist kein vorübergehender Engpass, sondern die neue Normalität.

Infografik: Demografischer Wandel auf dem Arbeitsmarkt | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Arbeitgeber müssen sich daher auf diese Veränderungen einstellen und entsprechende Maßnahmen ergreifen, um ihre Unternehmen für die Zukunft fit zu machen.

Warum sind Arbeitgeber so schlecht darauf vorbereitet?

Diese Entwicklung am Markt trifft auf die Realität in den Unternehmen. Und die sieht leider oft so aus:

Für die Mitarbeitergewinnung ist keiner so richtig zuständig. Das Personal hat eigentlich ganz andere Aufgaben und das Marketing findet, dass Personalthemen ganz klar in die Personalabteilung gehören. Das Ergebnis: Ja, keins! Man zieht nicht gemeinsam an einem Strang, alle sind im Stress wegen zu vielen Aufgaben. Keiner hat Zeit und Lust, wirklich das Problem anzugehen. Und Geld ist dafür erst keins da.
Wenn sich dann doch mal alle zu auf einen Kompromiss geeinigt haben, dann sieht der leider so aus: Die olle Stellenanzeige in der Zeitung, weil wir das ja schon immer so gemacht haben. Obwohl viele schon wissen, dass man damit keine Bewerber bekommt.

6 Maßnahmen, mit denen Sie ein attraktiver Arbeitgeber bleiben

1

Personalgewinnung als Marketing begreifen

Behandeln Sie Ihre offenen Stellen wie ein Produkt: Welche Vorteile bieten Sie als Arbeitgeber – und kommunizieren Sie sie zeitgemäß? Genau darum geht es beim Personalmarketing: Ihre Stärken sichtbar machen, bevor die Stelle frei wird.

2

Echte Markenbotschafter statt austauschbarer Werbung

Die glaubwürdigsten Botschafter Ihrer Arbeitgebermarke sind Ihre eigenen Mitarbeitenden. Als Markenbotschafter erzählen sie authentisch, wie es bei Ihnen wirklich ist – das überzeugt mehr als jede Hochglanz-Anzeige.

3

Mit Recruiting-Filmen sichtbar werden

Ein authentischer Recruiting-Film zeigt Bewerbern in wenigen Minuten, wie es bei Ihnen wirklich aussieht – ehrlicher und einprägsamer als jede Stellenanzeige.

4

Im Alltag sichtbar bleiben

Kurze Videos auf Social Media geben realistische Einblicke in den Arbeitsalltag und halten Sie präsent – nicht nur dann, wenn gerade eine Stelle frei ist. Wie das funktioniert, zeigt unser Ansatz beim Social-Media-Recruiting.

5

Verantwortlichkeiten und Strukturen schaffen

Mitarbeitergewinnung ist ein Marathon, kein Sprint. Klären Sie, wer im Haus dafür zuständig ist, und geben Sie dem Thema feste Zeit und ein eigenes Budget – sonst bleibt es zwischen Personalabteilung und Marketing liegen.

6

Die nächste Generation gezielt ansprechen

Azubis und die Gen Z erreichen Sie anders als erfahrene Fachkräfte – mit eigener Sprache, eigenen Kanälen und eigenen Formaten wie dem Azubi-Film.

Wenn Sie sich jetzt nicht auf den Wandel vorbereiten, werden Sie als Arbeitgeber unsichtbar – und ohne qualifizierte Mitarbeiter ist langfristig die Geschäftsgrundlage in Gefahr. Die gute Nachricht: Sie müssen nicht alles auf einmal angehen. Lassen Sie uns gemeinsam schauen, wo Sie am schnellsten Wirkung erzielen. Einen vollständigen Überblick über Strategie und Maßnahmen gibt unser Leitfaden zum Employer Branding.

Wie Sie jüngere Zielgruppen gewinnen und halten, lesen Sie außerdem in unseren Beiträgen zur Generation Z im Recruiting und zur Mitarbeiterbindung.

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Häufige Fragen zum Arbeitsmarkt im Wandel

Wie schnell wirken diese Maßnahmen?

Personalmarketing ist ein Marathon: Erste Sichtbarkeit entsteht in Wochen, eine tragfähige Arbeitgebermarke wächst über Monate. Wer früh anfängt, hat einen Vorsprung, der schwer aufzuholen ist.

Lohnt sich ein Recruiting-Film auch für kleine Arbeitgeber?

Ja – gerade kleinere Arbeitgeber stechen mit Authentizität heraus, wo große mit Hochglanz langweilen. Entscheidend ist nicht die Größe, sondern die ehrliche Geschichte.

Was kostet der Einstieg?

Ein professioneller Recruiting-Film startet bei 9.000 € netto – viele andere Maßnahmen lassen sich schrittweise und mit kleinem Budget aufbauen.

Schwarzwald Anker