Ich liefere Ihnen heute 5 Recruiting Fehler, die tagtäglich in der Mitarbeitergewinnung gemacht werden.
Die fünf häufigsten Recruiting-Fehler
Nr.1: Stellenanzeigen
PDF-Anzeigen z.B. auf Linkedin. Erfolgswahrscheinlichkeit liegt hierbei bei 0%!
Jede Plattform hat eine Hauptzielgruppe. Und dahingehend ist es wichtig, die Formate zu kennen, die bei Ihrer Zielgruppe ankommen. Langweilige PDF-Stellenanzeigen funktionieren aus unserer Erfahrung nicht!
Recruiting-Fehler Nr.2: Kommunikation
(Hier sind noch mehr Tipps drin 😉)
Bewerber warten zu lassen, keine Eingangsbestätigung, unfreundlich am Telefon sein oder als Bewerber keinen klaren Ansprechpartner auf der Webseite zu finden. So werden Sie nie passende Mitarbeiter finden! Der erste Eindruck zählt immer! Egal auf der Webseite, im Telefonat oder in einer E-Mail!
3. Recruiting ohne Daten
Seine internen Zahlen nicht zu kennen (nicht datenbasiert zu arbeiten)! Was kostet eine unbesetzte Stelle Sie im Schnitt? Wie viele Menschen klicken monatlich Ihre Karriere-Seite? Wie viele Bewerbungen haben Sie auf eine Stelle und wie viele davon konvertieren dann auch weiter?
Haben Sie die Zahlen parat? Falls nicht – und aus unserer Erfahrung heraus haben diesen Wert viele nicht parat – unbedingt ermitteln! Diese Zahl liefert Ihnen die Basis für Maßnahmen und Entscheidungen. Definieren Sie die wichtigsten Kennzahlen für sich und messen Sie diese regelmäßig! Nur so sehen Sie, wo Sie sich aktuell befinden und ob Sie Ihre Ziele erreichen!
4. Fehler: Am Recruiting sparen
Keine eigene Abteilung für die Gewinnung von Personal zu haben! Typische Unternehmen haben in der Regel verschiedene Abteilungen. z.B. Vertrieb, Personalabteilung, Marketing oder die Finanzbuchhaltung.
Viele Unternehmen haben aber keine eigene Abteilung für das Thema Mitarbeitergewinnung. Oft macht das die Personalabteilung irgendwie mit, obwohl dafür eigentlich keine Zeit ist.
Daher stellen Sie sich besser auf – schaffen Sie Zeit, Mittel und vielleicht auch neue Recruiting-Stellen! Das Thema wird in den nächsten Jahren an Brisanz überall zunehmen!
5. Employer-Branding
Nicht nur das Gehalt oder die vermeintliche Sicherheitsgarantie eines Arbeitsplatz spielen eine Rolle, sondern vor allem wirkliche USPs, die jedes Unternehmen hat. Haben Sie das nicht bzw. haben sie ganzheitlich gesehen kein gutes Employer-Branding, werden die nächsten Jahre noch härter für Sie, geeignete Mitarbeiter zu finden.
Was Sie stattdessen tun können: 5 konkrete Gegenmittel
Die gute Nachricht: Alle fünf Fehler sind vermeidbar. Hier sind die praktischen Gegenmittel:
Zu Fehler 1 – Stellenanzeigen: Nutzen Sie plattformgerechte Formate. Auf LinkedIn funktionieren kurze Video-Posts und persönliche Beiträge besser als PDF-Anhänge. Auf Instagram und TikTok braucht es kurze, ehrliche Einblicke in Ihren Arbeitsalltag.
Zu Fehler 2 – Kommunikation: Richten Sie einen klaren Recruiting-Prozess ein. Automatische Eingangsbestätigungen, eine feste Ansprechperson und verbindliche Rückmeldezeiträume sind der Mindeststandard. Bewerber erzählen Erfahrungen weiter – positiv wie negativ.
Zu Fehler 3 – Datenbasis: Definieren Sie jetzt drei Kennzahlen, die Sie monatlich tracken: Anzahl Bewerbungen, Conversion-Rate (Bewerbung → Einstellung), durchschnittliche Besetzungsdauer. Das reicht für den Anfang.
Zu Fehler 4 – Ressourcen: Recruiting muss budgetiert werden wie Vertrieb und Marketing. Schaffen Sie eine dedizierte Verantwortlichkeit – auch wenn es zunächst nur 20 % einer Stelle sind.
Zu Fehler 5 – Employer Branding: Beginnen Sie mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme: Was macht Ihr Unternehmen wirklich besonders? Sprechen Sie mit Ihren bestehenden Mitarbeitenden – ihre Antworten sind Ihr stärkstes Argument. Wir helfen Ihnen dabei, diese Stärken sichtbar zu machen.
Besonderheiten für Stadtverwaltungen und den öffentlichen Sektor
Kommunen und Behörden stehen vor einem besonderen Problem: Sie können beim Gehalt oft nicht mit privatwirtschaftlichen Unternehmen mithalten. Aber sie haben andere Trümpfe – Jobsicherheit, gesellschaftliche Sinnhaftigkeit, geregelte Arbeitszeiten und oft hervorragende Sozialleistungen. Diese Vorteile müssen aktiv und emotional kommuniziert werden, nicht nur in der Stellenanzeige aufgelistet.
Häufige Fragen zum Thema Recruiting-Fehler
Welcher Recruiting-Fehler ist der kostspieligste?
Fehler Nr. 4 – am Recruiting zu sparen. Eine unbesetzte Stelle kostet Unternehmen laut Studien im Schnitt mehrere tausend Euro pro Monat durch entgangene Produktivität. Die Investition in eine professionelle Recruiting-Struktur amortisiert sich schnell.
Lohnt sich Employer Branding für kleine Unternehmen unter 50 Mitarbeitende?
Absolut. Kleinere Unternehmen können im Employer Branding durch Authentizität und persönliche Nähe überzeugen, wo große Konzerne oft steif und unpersönlich wirken. Das ist ein echter Wettbewerbsvorteil, den Sie nutzen sollten.
Wie schnell sehe ich Ergebnisse, wenn ich diese Fehler abstelle?
Bei Kommunikation und Stellenanzeigen oft sofort. Der Aufbau eines nachhaltigen Employer Brandings dauert 6 bis 12 Monate – lohnt sich aber dauerhaft.













