Die Situation
Fachkräftemangel, vielleicht erleben sie das schon selbst, überall heißt es dass es keine Talente gibt.
Doch liegt es wirklich am Fachkräftemangel? Also gibts denn wirklich? Und warum gibt es immer wieder Firmen aus Eurer Branche die dieses Problem nicht haben? Alles Fragen die wir uns heute anschauen.

Ihr Problem
In Gesprächen mit Unternehmern hören wir oft, dass Sie keine Mitarbeiter:innen finden. Wir fragen dann nach den Gründen und was Sie bisher unternommen haben um Mitarbeiter zu finden.
Wir hören Gründe wie: „Corona“, „die Jugend von heute hält nichts mehr aus“ oder „keiner will in unserer Branche arbeiten“… Dann Fragen wir weiter, was haben Sie denn schon dafür getan neue Mitarbeiter:innen zu finden? Anzeigen in der Zeitung, Schilder an irgendwelchen Zäunen… weil wir das schon immer so gemacht haben. 

Die Wahrheit über den Fachkräftemangel
Es gibt keinen allgemeinen Fachkräftemangel! Es gibt einen Mangel an Kommunikation nach Innen und nach Außen! Diese Erfahrungen haben wir selbst im Angestelltenverhältnis oft gemacht! Es gibt keine Unternehmenskultur, die Mitarbeiter:innen langfristig binden. Es gibt keine Arbeitgebermarke, es gibt keine Sichtbarkeit bei der relevanten Zielgruppe! Es wurde in vielen Unternehmen viel verpasst! Verpasst zu investieren, in Personalmarketing und in das Thema Arbeitgebermarke. Die folgen sind klar: Keiner will bei Ihnen im Unternehmen mehr arbeiten. Früher war es ein Arbeitgebermarkt – heute ist es ein Arbeitnehmermarkt darauf müssen sich Unternehmer:innen jetzt einstellen.

Was tun, wenn Sie keine Fachkräfte finden und binden können?
Bewusstseinsänderung: Akzeptieren Sie, dass die Zeiten sich geändert haben und andere Maßnahmen erfordern als früher. Übernehmen Sie Eigenverantwortung und hoffen Sie nicht, dass der Fachkräftemangel vorüber geht oder die Politik es richten wird. Bauen Sie sich eine Arbeitgebermarke ganzheitlich auf. Bieten Sie Ihren Mitarbeiter:innen echte Vorteile!

Warum haben manche Unternehmen kein Recruiting-Problem?

Es ist kein Zufall, dass bestimmte Unternehmen – oft sogar in denselben Branchen – scheinbar mühelos neue Mitarbeiter:innen gewinnen. Der Unterschied liegt fast immer an einem einzigen Faktor: einer starken Arbeitgebermarke. Diese Unternehmen haben verstanden, dass Recruiting heute Marketing ist. Sie zeigen, wer sie sind, was sie bieten und warum es sich lohnt, genau dort zu arbeiten.

Was können Sie konkret tun?

Wenn der Fachkräftemangel weniger ein strukturelles Problem und mehr ein Sichtbarkeitsproblem ist, dann gibt es konkrete Ansatzpunkte:

1. Arbeitgebermarke entwickeln
Was macht Sie als Arbeitgeber besonders? Warum sollte jemand bei Ihnen anfangen – und bleiben? Diese Fragen sind der Ausgangspunkt jeder erfolgreichen Recruiting-Strategie. Eine klare Arbeitgebermarke macht Sie unverwechselbar.

2. Moderne Kanäle nutzen
Die Zeitung ist nicht tot – aber allein nicht mehr ausreichend. Social Media, Google-Anzeigen und eine überzeugende Karriereseite sind heute die wichtigsten Recruiting-Kanäle. Besonders für Stadtverwaltungen und Kommunen bieten diese Kanäle die Chance, gezielt lokale Fachkräfte anzusprechen.

3. Bewerbungsprozess vereinfachen
Lange Formulare und wochenlange Wartezeiten schrecken gute Kandidat:innen ab. Ein niedrigschwelliger, schneller Bewerbungsprozess ist heute ein Wettbewerbsvorteil.

4. Mitarbeitende zu Botschaftern machen
Ihre besten Mitarbeiter:innen sind Ihr glaubwürdigstes Recruiting-Instrument. Authentische Einblicke in den Arbeitsalltag – als Video, Beitrag oder Story – wirken mehr als jede bezahlte Anzeige.

Fachkräftemangel in der öffentlichen Verwaltung

Besonders Stadtverwaltungen und Kommunen spüren den demografischen Wandel stark: Viele erfahrene Mitarbeitende gehen in den kommenden Jahren in Rente, während Nachwuchs fehlt. Gleichzeitig sind die Vorteile des öffentlichen Dienstes – Sicherheit, Planbarkeit, sinnstiftende Arbeit – bei jungen Fachkräften oft nicht bekannt genug.

Hier setzt modernes Personalmarketing für Stadtverwaltungen an: nicht jammern, sondern zeigen, was man hat. Mit gezieltem Employer Branding können auch öffentliche Arbeitgeber im Wettbewerb um Talente punkten.

Häufige Fragen zum Fachkräftemangel

Gibt es wirklich einen Fachkräftemangel in Deutschland?
Ja und nein. In bestimmten Berufsfeldern wie IT, Pflege und Handwerk gibt es tatsächlich zu wenige qualifizierte Kandidat:innen. In vielen anderen Bereichen ist das Problem eher ein Sichtbarkeitsproblem: Die Stellen existieren, aber die falschen Kandidat:innen sehen sie – oder werden nicht überzeugend angesprochen.

Was ist der Unterschied zwischen Fachkräftemangel und Recruiting-Problem?
Ein Fachkräftemangel bedeutet, es gibt schlicht zu wenige ausgebildete Menschen für eine bestimmte Stelle. Ein Recruiting-Problem bedeutet, dass es die Menschen gibt – aber das Unternehmen sie nicht erreicht oder nicht überzeugt. Viele Unternehmen haben ein Recruiting-Problem, kein Fachkräfteproblem.

Wie lange dauert es, eine Arbeitgebermarke aufzubauen?
Ein erster Eindruck lässt sich schnell schaffen. Eine starke, glaubwürdige Arbeitgebermarke entsteht über 6–12 Monate kontinuierlicher Kommunikation. Wichtig ist, dass das, was nach außen kommuniziert wird, auch innen gelebt wird.

Was kostet professionelles Employer Branding?
Die Bandbreite ist groß – von einfachen Maßnahmen, die Sie selbst umsetzen können, bis zu umfassenden Programmen mit Videoproduktion, Social-Media-Strategie und Karriereseite. Entscheidend ist, dass die Maßnahmen zueinander passen und konsistent sind. Wir beraten Sie gerne – sprechen Sie uns an.

Schwarzwald Anker