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Employer-Branding-Workshop: So schärfen Sie Ihre Arbeitgebermarke

Lesezeit ca. 6 Minuten · Aktualisiert im Juni 2026

Kurz gesagt: Ein Employer-Branding-Workshop ist ein moderierter Arbeitstermin, in dem Sie gemeinsam mit Ihrem Team herausarbeiten, wofür Sie als Arbeitgeber wirklich stehen — und wie Sie das sichtbar machen. Statt einer Arbeitgebermarke von der Stange entsteht eine Positionierung, die von innen getragen wird, weil Ihre eigenen Mitarbeitenden sie mitentwickelt haben. Für Stadtverwaltungen wie für Unternehmen ist der Workshop der schnellste Weg vom diffusen Gefühl, austauschbar zu sein, zu einem klaren, belegbaren Arbeitgeberversprechen.

Warum gerade jetzt ein Workshop?

Der Wettbewerb um Fachkräfte ist kein vorübergehendes Phänomen mehr. Allein im öffentlichen Dienst waren Anfang 2026 rund 600.000 Stellen unbesetzt — 60.000 mehr als zwei Jahre zuvor, und fast ein Viertel der Beschäftigten geht in den nächsten zehn Jahren in den Ruhestand (dbb Beamtenbund, Januar 2026, auf Basis der Destatis-Zahlen). In Unternehmen sieht es nicht besser aus: Handwerk, Pflege, IT und Bau melden seit Jahren sechsstellige Lücken.

Wer in diesem Umfeld noch über Gehalt und Stellenanzeigen allein konkurriert, verliert. Entscheidend wird, ob Bewerberinnen und Bewerber verstehen, warum sie ausgerechnet bei Ihnen arbeiten wollen sollten. Genau diese Antwort liefert ein Employer-Branding-Workshop — nicht als Behauptung aus der Marketingabteilung, sondern aus der gelebten Wirklichkeit Ihres Hauses.

Was ist ein Employer-Branding-Workshop?

Ein Employer-Branding-Workshop ist ein strukturierter Termin, in dem eine ausgewählte Gruppe aus Ihrem Haus die Arbeitgebermarke erarbeitet: Was macht uns als Arbeitgeber aus? Welche Geschichten belegen das? Wen wollen wir erreichen, und über welche Wege? Moderiert wird der Workshop von außen, damit blinde Flecken sichtbar werden und niemand aus der Hierarchie das Ergebnis vorwegnimmt.

Das Format unterscheidet sich bewusst von einer reinen Beratung, bei der eine Agentur ein fertiges Konzept abliefert. Im Workshop sind Ihre Leute die Quelle. Das hat einen handfesten Vorteil: Eine Arbeitgebermarke, die im eigenen Team entstanden ist, wird auch im eigenen Team getragen — von den Menschen, die sie später nach außen glaubwürdig machen. Diese Idee steckt auch hinter unserer Markenbotschafter-Methode.

Wie läuft ein Employer-Branding-Workshop ab?

Ein typischer Ablauf gliedert sich in vier Phasen:

1

Standortbestimmung

Wo stehen Sie heute? Wir sehen uns Ihre bestehenden Touchpoints an — Karriereseite, Stellenanzeigen, Social-Media-Auftritt — und sammeln, wie Ihr Haus aktuell als Arbeitgeber wahrgenommen wird. Optional fließt hier ein vorab durchgeführter Arbeitgebermarke-Check als Faktenbasis ein.

2

Identität herausarbeiten

In moderierten Runden klären wir die Kernfragen: Wofür stehen Sie? Was erleben Mitarbeitende bei Ihnen, das es anderswo nicht gibt? Welche Werte sind keine Plakat-Floskeln, sondern Alltag? Aus diesen Antworten verdichtet sich ein Arbeitgeberversprechen.

3

Belege und Geschichten

Eine Positionierung ohne Beweise bleibt Behauptung. Deshalb sammeln wir konkrete Geschichten, Personen und Momente, die Ihr Versprechen belegen — der Rohstoff für spätere Filme, Beiträge und Markenbotschafter-Inhalte.

4

Umsetzungsfahrplan

Zum Abschluss steht fest, welche Inhalte und Maßnahmen als Nächstes entstehen, wer die Markenbotschafter sind und über welche Kanäle Sie Ihre Zielgruppen erreichen.

Was bringt der Workshop konkret?

Am Ende eines Employer-Branding-Workshops haben Sie kein Bauchgefühl, sondern Arbeitsergebnisse in der Hand:

  • ein in eigenen Worten formuliertes Arbeitgeberversprechen,
  • eine Sammlung belegbarer Geschichten und möglicher Markenbotschafter,
  • Klarheit über Ihre Zielgruppen und die passenden Kanäle,
  • einen priorisierten Fahrplan für die nächsten Inhalte und Maßnahmen.

Diese Ergebnisse sind die Grundlage für alles, was danach kommt — von Recruiting-Filmen über Stellenanzeigen bis zur Karriereseite. Wer den Workshop überspringt, produziert oft hübsche Inhalte ohne roten Faden. Wer ihn macht, weiß, warum jeder Film und jeder Beitrag entsteht.

Für wen eignet sich der Workshop?

Der Employer-Branding-Workshop passt überall dort, wo mehrere Menschen die Arbeitgebermarke mittragen müssen — und das ist sowohl in Stadtverwaltungen als auch in Unternehmen der Fall.

In Kommunen hilft der Workshop, die oft sehr unterschiedlichen Berufswelten unter einem glaubwürdigen Dach zu bündeln, ohne sie über einen Kamm zu scheren. In Unternehmen schafft er die gemeinsame Sprache zwischen Geschäftsführung, Personalabteilung und Fachbereichen, die im Tagesgeschäft sonst aneinander vorbeireden.

Workshop, Check oder Beratung — was passt wann?

Die drei Formate ergänzen sich:

  • Der Arbeitgebermarke-Check ist der schlanke Einstieg: eine fundierte Analyse Ihrer öffentlichen Touchpoints mit konkreten Empfehlungen. Ideal, wenn Sie zuerst wissen wollen, wo Sie stehen.
  • Der Workshop ist der Schritt von der Analyse zur Positionierung: Hier entsteht das gemeinsame Fundament.
  • Die fortlaufende Begleitung setzt die im Workshop erarbeiteten Inhalte um — Filme, Markenbotschafter-Programm, Social Recruiting.

Viele Häuser starten mit dem Check, bauen im Workshop darauf auf und gehen dann in die Umsetzung. Sie müssen aber nicht alles auf einmal entscheiden. Den großen Überblick gibt unser Employer-Branding-Leitfaden.

Praxisbeispiel: Arbeitgebermarken-Workshop in der Stadt Horb

Wie ein solcher Workshop in der Realität aussieht, zeigt unser Projekt mit der Stadt Horb am Neckar. Dort haben wir gemeinsam mit Mitarbeitenden aus verschiedenen Fachbereichen die Arbeitgebermarke erarbeitet — und daraus eine ganze Serie von Recruiting-Filmen entwickelt, die von genau den Menschen getragen werden, die im Workshop dabei waren. Den ganzen Fall samt Einblicken in den Workshop finden Sie auf unserer Referenzseite zur Stadt Horb.

Häufige Fragen zum Employer-Branding-Workshop

Wie lange dauert ein Employer-Branding-Workshop?

Das hängt vom Umfang ab. Ein fokussierter Workshop lässt sich an einem Tag durchführen; bei größeren Häusern mit vielen Bereichen sind zwei Termine sinnvoll, damit die Ergebnisse Zeit zum Reifen haben.

Wer sollte aus unserem Haus teilnehmen?

Eine gute Mischung aus Führung, Personalabteilung und Mitarbeitenden aus den Fachbereichen. Gerade die Fachbereiche liefern die authentischen Geschichten, auf die es ankommt — nicht nur die Personalabteilung.

Brauchen wir vorher schon eine fertige Arbeitgebermarke?

Nein. Der Workshop ist genau der Ort, an dem die Positionierung entsteht. Sie brauchen kein Konzept mitzubringen, nur die Bereitschaft, ehrlich auf das eigene Haus zu schauen.

Was passiert nach dem Workshop?

Sie haben einen konkreten Fahrplan. Auf Wunsch setzen wir die erarbeiteten Inhalte direkt um — von Recruiting-Filmen über die Karriereseite bis zum Markenbotschafter-Programm.

Eignet sich der Workshop auch für kleine Häuser?

Ja. Gerade kleinere Verwaltungen und Unternehmen profitieren, weil sie ihre Stärken oft selbst unterschätzen. Der Workshop macht sichtbar, was längst da ist.

Fazit

Ein Employer-Branding-Workshop ist kein Marketing-Termin, sondern die Grundlage für glaubwürdige Mitarbeitergewinnung. Er verwandelt das diffuse Gefühl, irgendwie ein guter Arbeitgeber zu sein, in ein klares, belegbares Versprechen — getragen von den eigenen Leuten. In einem Arbeitsmarkt mit hunderttausenden offenen Stellen ist das kein Luxus, sondern der Unterschied zwischen sichtbar und übersehen.

Bereit, Ihre Arbeitgebermarke zu schärfen?

Im Employer-Branding-Workshop erarbeiten wir gemeinsam, wofür Sie als Arbeitgeber stehen — und wie Sie das sichtbar machen.

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