Was kostet ein Imagefilm? – „Des Filmle kann doch nichts koschte“
Auf fast keiner Agentur-Website steht, was ein Imagefilm kostet. Adina und Arne machen es anders: Sie nennen die Zahl, rechnen vor, was drinsteckt – und sagen auch, für wen sich das alles nicht lohnt.
Worum es in dieser Folge geht
Wer nach Imagefilm Kosten sucht, findet auf den meisten Agentur-Seiten genau eine Antwort: keine. Stattdessen steht dort „kommt drauf an“ – und wer anruft, merkt schnell, dass auch am Telefon niemand eine Zahl nennen will.
Adina und Arne machen es in dieser Folge anders. Arne nennt die Zahl schon nach vier Minuten. Danach wird es interessant: Denn die Zahl allein sagt wenig, solange niemand erklärt, was dahintersteckt – und warum das billige Angebot am Ende oft das teuerste ist.
Adina fragt für alle mit, die sich das nicht zu fragen trauen: Wird ein kürzerer Film billiger? Ist Musik dabei? Was darf ich mit dem Film eigentlich machen? Und was ist eigentlich mit dem Satz, den beide nicht mehr hören können – des Filmle kann doch nichts koschte?
Das nimmst du aus dem Gespräch mit
Der Unterschied ist das Ziel
Für Arne ist die Bezeichnung zweitrangig. Entscheidend ist, ob ein Film überhaupt ein Ziel verfolgt. Seine These: Die meisten Imagefilme tun das nicht. Ein Recruiting-Film hat dagegen einen klaren Auftrag: Menschen sollen sich bewerben. Wer das vorher nicht klärt, produziert schöne Bilder ohne Wirkung.
Imagefilm Kosten: Die Rechnung passt auf einen Bierdeckel
Vorbereitung, Dreh, Schnitt. Mehr Posten gibt es nicht – und genau daran hängt der Preis. Was ihn bewegt, sind Drehtage, Standorte und Strategiearbeit. Und darum kostet ein Film von 90 Sekunden nicht weniger als einer von drei Minuten: Weniger Länge heißt mehr weglassen – und Weglassen ist die Arbeit.
„Der SWR war da, und das hat nichts gekostet“
Ein Satz, den Adina regelmäßig hört. Die beiden nehmen ihn zum Anlass für eine ehrliche Einordnung: Was ein Fernsehbeitrag leistet, was eine Agentur leistet – und warum die Erwartung, dass Kreativarbeit nichts kostet, meist daran liegt, dass niemand sieht, was davor passiert.
Selbst machen, zusammen machen, machen lassen
Nicht jedes Unternehmen braucht eine Agentur. Adina sortiert die drei Wege und ordnet ein, wo Schwarzwald Anker steht. Wer die Expertise im Haus hat, bekommt ausdrücklich den Rat, es selbst zu machen. Aber dann bitte richtig.
Die vier Phasen bis zur Sichtbarkeit
Arbeitgebermarke, Markenbotschafter, Medienproduktion, im Alltag sichtbar bleiben. Arne beschreibt, warum der Film erst in Phase drei kommt – und warum Projekte scheitern, die direkt dort einsteigen. Adinas Bild dazu: Man fängt beim Fundament an, nicht beim Dach.
Warum Korrekturschleifen teuer werden
Nicht der Dreh frisst die Zeit, sondern die Runde, in der plötzlich alle mitreden. Das Logo muss größer, der Chef muss doch vorkommen. Arnes Bild dafür – der Anschieber beim Bob, der schiebt, während vorne jemand bremst – ist der Satz, den man sich merkt.
Was eine unbesetzte Stelle kostet
Die Gegenrechnung, die selten jemand aufmacht: Laut StepStone kostet eine unbesetzte Stelle zwischen 29.000 und 73.000 Euro. Keine Verkaufszahl – eine Einladung, beide Seiten durchzurechnen, bevor man entscheidet, was teuer ist.
Für wen sich das nicht lohnt
Arnes Antwort ist unbequem und ehrlich: für alle, die den Weg nicht mitgehen wollen. Wer morgen jemanden einstellen muss, ist bei einer Werbeanzeige besser aufgehoben – das sagen die beiden ohne jede Häme.
Das Preisschild hängt am Ergebnis. Nicht an der Zeit.
Über Adina und Arne
Adina Kocher und Arne Kocher führen gemeinsam Schwarzwald Anker, eine Agentur für Personalmarketing und Videoproduktion in Horb am Neckar. Seit neun Jahren begleiten sie Unternehmen, Verwaltungen und soziale Träger dabei, als Arbeitgeber sichtbar zu werden – von der Arbeitgebermarke über Recruiting-Filme bis zu Workshops, in denen Teams lernen, ihre Videos selbst zu machen.
In dieser Folge sitzen sie ausnahmsweise zu zweit vor der Kamera, ohne Gast. Adina übernimmt die Fragen, die ihr am Telefon täglich gestellt werden – Arne antwortet so, wie er es auch im Erstgespräch tun würde.
Tiefer einsteigen
→ Kostenrechner für Recruiting-Filme – drei Fragen, dann bekommst du eine Spanne für dein Projekt
→ Alle Folgen von Horbywood unzensiert – zum Anschauen und Nachhören in der Podcast-Übersicht
Was würde das bei euch kosten?
45 Minuten, kostenlos, ohne Verkaufsgespräch. Wir schauen uns eure Situation an und sagen dir ehrlich, was Sinn ergibt – auch wenn das heißt, dass du uns gerade nicht brauchst. Und weil die Frage garantiert kommt: Rabatt gibt es keinen. Das ist eine Stadt in Marokko.
