Employee Generated Content: Wenn Mitarbeiter die Inhalte selbst machen

Warum Employee Generated Content wirkt
Bewerber glauben Kollegen mehr als Kampagnen. Ein Video, in dem die Bauhofmitarbeiterin selbst erklärt, warum sie morgens um sechs gern anfängt, wirkt anders als ein Sprecher, der dasselbe sagt. Es ist nicht perfekt ausgeleuchtet, und genau das macht es glaubwürdig. Employee Generated Content ist die konsequente Fortsetzung der Markenbotschafter-Idee: Erst stehen Mitarbeiter vor der Kamera, dann halten sie sie selbst.
Ein eigenes Beispiel: hitcom, 24 Kurzclips aus dem eigenen Team
Beim Software-Unternehmen hitcom haben wir das Programm in drei Stufen aufgebaut: erst eine Mitarbeiterumfrage und ein Workshop zur Arbeitgebermarke, dann zehn Markenbotschafter aus dem Team, dann sechs Live-Coachings, in denen die Kollegen selbst drehen, schneiden und veröffentlichen lernten. Ergebnis: 24 Kurzclips in sechs Monaten, produziert vom Team, nicht von uns (Quelle: Referenz hitcom). Unsere Rolle hat sich dabei verschoben: von der Produktion zur Befähigung. Das ist für den Kunden günstiger und für die Kanäle besser, weil die Frequenz stimmt.
Was Employee Generated Content braucht
- Freiwilligkeit: Niemand wird zum Drehen verpflichtet. Wer nicht will, ist trotzdem ein guter Mitarbeiter.
- Einen klaren Rahmen: Welche Themen, welche Kanäle, wer gibt frei. Eine Seite reicht, mehr Regeln töten die Lust.
- Einverständnis und Rechte: Wer erkennbar ist, hat zugestimmt. Was das rechtlich heißt, steht unter Einverständniserklärung für Mitarbeitervideos.
- Handwerk in einem Tag: Smartphone halten, Ton, Licht, Schnitt in einer App. Das lernt ein Team in einem Videopraxis-Workshop.
- Ein Ansprechpartner intern, der sammelt, freigibt und den Redaktionsplan führt. Ohne diese Person versandet es nach vier Wochen.
Employee Generated Content in der Verwaltung
Gerade Kommunen zögern: Darf ein Sachbearbeiter für die Stadt posten? Er darf, wenn Freigabe und Rahmen geklärt sind. Und er sollte, denn kaum ein Format zeigt so ehrlich, wie Arbeit im Rathaus, im Bauhof oder in der Kita aussieht. Die Pressestelle bleibt dabei die Instanz, die freigibt. Der Unterschied zu früher: Sie produziert nicht mehr alles selbst, sie ermöglicht. Was dabei entsteht, ist organische Reichweite aus dem eigenen Haus.
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Häufige Fragen
Was unterscheidet Employee Generated Content von einem Recruiting-Film?
Der Recruiting-Film wird professionell produziert, Mitarbeiter stehen vor der Kamera. Bei Employee Generated Content halten die Mitarbeiter die Kamera selbst. Beides ergänzt sich: der Film als Fundament, die Clips für die laufende Sichtbarkeit.
Wie bringe ich Mitarbeiter dazu, selbst Videos zu machen?
Freiwillig, mit einem klaren Rahmen und einem Tag Handwerk. Bei hitcom haben zehn Markenbotschafter nach sechs Live-Coachings in sechs Monaten 24 Clips veröffentlicht.
Brauche ich für Mitarbeitervideos eine Einwilligung?
Ja. Jede erkennbare Person muss zugestimmt haben, schriftlich und mit der Möglichkeit, die Zustimmung zurückzuziehen. Details im Eintrag Einverständniserklärung für Mitarbeitervideos.
Verwandte Begriffe: Markenbotschafter · Corporate Influencer · Kurzvideo im Recruiting · Einverständniserklärung
