Marketing-Gadgets für Messen und Recruiting: E-Badge und Videokarte im Test
Zwei kleine Geräte, ein Prinzip: Bewegtbild dort zeigen, wo sonst Papier hängt. Wir testen das E-Badge (ab 15 €) und die Videokarte (ab ca. 50 €) — und zeigen, wie wir beide bei Messen, im Vertrieb und sogar bei Erinnerungsfilmen einsetzen.
Das Video: Beide Gadgets live ausprobiert
Adina zeigt beide Geräte in Aktion — inklusive der Momente, in denen die Bedienung hakt. Ehrlicher Test statt Werbevideo.
Gadget 1: Das E-Badge — dein Namensschild zeigt Videos
Das E-Badge ist ein kleines Display zum Anheften ans Shirt (Sicherheitsnadel), auf das du per App vom Smartphone Videos, Fotos, Animationen oder GIFs lädst. Der Effekt ist simpel und zuverlässig: Wo sich etwas bewegt, schauen Menschen hin. Auf einer Messe zieht ein animiertes Namensschild die Blicke automatisch an — und öffnet Gespräche, ohne dass du etwas sagen musst.
Praktische Einsatz-Ideen aus unserem Alltag:
- QR-Code als Visitenkarte: LinkedIn-Profil oder Kontaktdaten hinterlegen — Gegenüber scannt, fertig. Im Test funktionierte der Scan direkt vom Display.
- Arbeitgebermarke auf Azubimessen: Die animierte Arbeitgebermarke läuft direkt am Shirt der Kollegen am Stand — wir haben das mit der Employer-Brand-Animation der Stadt Böblingen getestet.
- Workshops und Kundentermine: Als Gesprächsöffner — Kunden entwickeln beim Anschauen sofort eigene Einsatzideen.
Preis: etwa 15 bis 20 Euro. Es gibt verschiedene Größen und Farben, manche Modelle haben Extras wie Taschenlampen-Funktion oder Farbwechsel. Ehrliche Einschränkungen: Die Bedienung per Wischgesten ist manchmal zickig, die QR-Codes in den Anleitungen sind teils zu klein gedruckt, und bei randlosen Designs schluckt der Rahmen schon mal Text — Grafiken also vorher passend fürs Display anlegen (das übernimmt auf Zuruf auch eine KI: Displaymaße angeben, Bild anpassen lassen).
Gadget 2: Die Videokarte — das Fotoalbum mit Bildschirm
Die Videokarte (auch Videoalbum oder Videobroschüre genannt) sieht aus wie ein edles Fotoalbum — beim Aufklappen startet auf dem eingebauten Display automatisch ein Film. Zuklappen: Film stoppt. Mit Tasten für Vor, Zurück, Pause und Lautstärke, und komplett frei gestaltbar: Cover, Buchrücken, Innenseiten.
Preis: Hardcover etwa 150 bis 170 Euro, Softcover etwa 50 bis 70 Euro. Die Preise schwanken je nach Anbieter, Stückzahl (Mindestmengen von 5 bis 50 Stück) und Logistik — produziert wird in Asien. Deshalb setzen wir sie gezielt ein, nicht flächendeckend:
- Im Vertrieb: Eine Videokarte als Übergabe beim Erstgespräch transportiert Wertigkeit, die keine Broschüre erreicht.
- Für Mitarbeitende: Als hochwertiges Erinnerungsstück, etwa zum Jubiläum oder Abschied.
- Für Erinnerungsfilme: Der Jackpot für Seniorinnen und Senioren ohne Smartphone. DVD-Player sind praktisch ausgestorben — eine Gemeinde kann Erinnerungsfilme als Videokarte übergeben, und der Film läuft per Aufklappen, ohne Technik-Hürde.
Das Prinzip dahinter: Bewegtbild schlägt Papier
Die Klammer um beide Gadgets: Sie transportieren Bewegtbild an Orten, wo sonst Statisches hängt — und Bewegtbild ist immer der Hingucker. Dasselbe Prinzip nutzt übrigens unser LED-Rucksack, mit dem wir auf Messen unterwegs sind. Wer als Arbeitgeber auf einer Azubimesse auffallen will, braucht keine teurere Standfläche — sondern etwas, das sich bewegt.
Wichtig bleibt die Reihenfolge: Erst der Inhalt (ein guter Recruiting-Film, eine echte Arbeitgebermarken-Animation), dann das Gadget als Bühne dafür. Ein E-Badge mit langweiligem Inhalt ist nur ein leuchtendes Namensschild.
Du planst einen Messeauftritt oder deine Arbeitgebermarke?
Wir beraten dich, welcher Inhalt auf welche Bühne gehört — vom Recruiting-Film bis zur Messe-Animation. Ein kostenloses 45-Minuten-Beratungsgespräch ist immer drin. Mehr Praxis-Tests findest du in unserer Lern-Reihe und auf unserem YouTube-Kanal.
