Bibliotheksnetzwerk Landkreis Freudenstadt: ein Imagefilm für sieben Büchereien

Hörbücher, Lernspiele, Fernleihe und ein Pubquiz. Der Film zeigt, was die Büchereien zwischen Alpirsbach und Eutingen im Gäu für die Menschen im Landkreis leisten. Seine Premiere hatte er bei der Verleihung „Bibliothek des Jahres Baden-Württemberg 2026“.

Kurz gesagt

Für das Bibliotheksnetzwerk Landkreis Freudenstadt haben wir einen Imagefilm von knapp vier Minuten produziert. Gedreht an zwei Tagen in sieben Büchereien, mit zehn Stimmen: allen Büchereileitungen, der Stadt Horb und Landrat Andreas Jundt. Der Film lief zum ersten Mal am 22. Oktober 2026 in Stuttgart, als das Netzwerk dort den Förderpreis „Bibliothek des Jahres Baden-Württemberg 2026“ bekam.

7
Büchereien im Landkreis Freudenstadt
10
Stimmen, von der Büchereileitung bis zum Landrat
2
Drehtage für alle Standorte
3:47
Minuten Film, eine Fassung für alle

Was zum Auftrag gehörte

FilmkonzeptInterviews mit allen BüchereileitungenDreh an sieben StandortenSchnitt, Animation und TonPremiere bei der Preisverleihung

Die Ausgangslage

Im Landkreis Freudenstadt arbeiten sieben Büchereien als Netzwerk zusammen: Alpirsbach, Eutingen im Gäu, Freudenstadt, Horb am Neckar, Klosterreichenbach in Baiersbronn, Loßburg und Pfalzgrafenweiler. Sie tauschen Medienkisten aus, damit auch kleine Häuser eine große Auswahl haben. Viele Menschen wissen davon nichts. Sie denken bei einer Bücherei an Regale und Stille, nicht an Tonies, Lernspiele, digitale Zeitungen oder einen Pubquiz-Abend. Dazu kommt: Bibliotheken sind eine freiwillige Aufgabe der Kommunen. Wer ihr Budget sichern will, muss zeigen, wie viel dort passiert.

Unser Vorgehen

Wir haben bewusst keinen Film über das Netzwerk gemacht, sondern einen über die Frage, warum Büchereien für die Menschen wichtig sind. Niemand besucht eine Bücherei, weil sie Teil eines Netzwerks ist. Man merkt es erst vor Ort, wenn das gewünschte Buch aus der Nachbarstadt kommt. Deshalb erzählen im Film die Menschen, die jeden Tag hinter der Theke stehen: von Beratung und Fernleihe, von Medienkisten, von Lesen und Begegnung für Jung und Alt.

Am ersten Drehtag in der Stadtbücherei Horb am Neckar entstanden das Hauptinterview und die Szenen mit Besucherinnen und Besuchern. Am zweiten Tag sind wir die übrigen sechs Büchereien an einem Stück abgefahren und haben jede Leitung in ihrem Haus gefilmt. Eine kleine Kartenanimation zeigt, wie die Medienkisten zwischen den Orten wandern. Am Ende gab es eine einzige Fassung, auf die sich alle sieben Büchereien geeinigt haben.

Der Film

„Bibliotheken im Landkreis Freudenstadt: Das überrascht viele“ beginnt mit einer Frage, die viele im Kopf haben: Bibliotheken, langweilig? Danach antworten die Büchereien selbst.

Beim Abspielen wird eine Verbindung zu YouTube hergestellt.

Premiere beim Förderpreis

Am 22. Oktober 2026 hat das Bibliotheksnetzwerk Landkreis Freudenstadt in Stuttgart den Förderpreis „Bibliothek des Jahres Baden-Württemberg 2026“ bekommen. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Die Jury lobte, dass das Netzwerk Versorgungslücken im ländlichen Raum schließt und kleinen Büchereien ein größeres Angebot ermöglicht (Pressemitteilung des Sparkassenverbands Baden-Württemberg). Bei der Verleihung lief der Film zum ersten Mal, vor knapp 100 Gästen aus Bibliotheken und Politik.

Herzlichen Dank für die tolle und unkomplizierte Videoaufnahme in der Bibliothek. Das hat sehr viel Spaß gemacht.

Andreas Jundt, Landrat des Landkreises Freudenstadt

Hinter den Kulissen

Mit Kamera und Gimbal durch die Stadtbücherei Horb, an die Theken der Büchereien, über den Horber Marktplatz und zwischen die Regale. Damit der Betrieb weiterlaufen konnte, hatte jede Bücherei ein festes Zeitfenster. Die Besucherinnen und Besucher im Film kommen aus dem Umfeld der Büchereien, ein Casting gab es nicht.

Arne Kocher dreht mit dem Gimbal im Eingang der Stadtbücherei Horb am NeckarArne Kocher filmt eine Büchereileiterin an der ThekeArne Kocher mit Kamera und Gimbal auf dem Marktplatz in Horb am NeckarArne Kocher dreht mit dem Gimbal zwischen den Bücherregalen

Häufige Fragen

Was bringt ein Imagefilm einer öffentlichen Bibliothek?

Er zeigt in wenigen Minuten, was eine Bücherei heute alles bietet, von Hörbüchern über digitale Angebote bis zu Veranstaltungen. Das hilft gleich doppelt: Neue Leserinnen und Leser entdecken das Angebot, und Gemeinderäte sehen, wofür das Budget gebraucht wird.

Wie bringt man sieben Büchereien in einen Film?

Mit einer klaren Frage statt einer Aufzählung. Jede Leitung kommt zu Wort, aber alle beantworten dieselbe Frage: Warum ist die Bücherei für die Menschen hier wichtig? So entsteht ein Film aus einem Guss statt sieben kleiner Werbespots.

Wie viel Aufwand hatten die Büchereien mit dem Dreh?

Wenig. Konzept, Interviewfragen und Drehplan kamen von uns, jede Bücherei hatte ein festes Zeitfenster am Drehtag. Die Abstimmung lief über eine feste Ansprechpartnerin im Netzwerk, die Rückmeldungen der anderen Häuser gebündelt hat.

Wo wird der Film eingesetzt?

Premiere hatte er bei der Preisverleihung in Stuttgart. Seitdem steht er auf YouTube, und die Büchereien binden ihn auf ihren eigenen Websites ein. Für Vorträge, Gemeinderatssitzungen und Social Media lässt er sich ebenso nutzen.

Ihre Einrichtung leistet viel, aber kaum jemand sieht es?

Lassen Sie uns darüber sprechen, wie ein Film Ihre Arbeit sichtbar macht, ehrlich und mit den Menschen, die sie tragen.

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Mehr aus unserer Arbeit

Für die Stadt Horb am Neckar haben wir schon früher gefilmt. Was einen guten Imagefilm ausmacht, erklärt unser Lexikon-Eintrag zum Imagefilm. Wie wir drehen und schneiden, lesen Sie auf der Seite zur Medienproduktion, und was ein Film kostet, auf der Seite zu den Kosten.

Schwarzwald Anker