Personalmarketing-Lexikon › Cost-per-Hire

Cost-per-Hire: Definition, Berechnung und was eine unbesetzte Stelle kostet

Cost-per-Hire bezeichnet die durchschnittlichen Kosten, die ein Arbeitgeber für eine einzelne Einstellung aufwendet. Berechnet wird sie, indem alle Recruiting-Kosten eines Zeitraums durch die Zahl der Einstellungen in diesem Zeitraum geteilt werden.

Adina und Arne Kocher von Schwarzwald Anker erklären Cost-per-Hire

Was in die Cost-per-Hire gehört

  • Externe Kosten: Anzeigen auf Jobportalen, Recruiting-Anzeigen in sozialen Netzwerken, Agenturen, Personalberater, Messen, Produktion von Recruiting-Filmen.
  • Interne Kosten: Arbeitszeit von Personalabteilung und Führungskräften für Sichtung, Gespräche und Auswahl, Software für das Bewerbermanagement, Reisekosten von Kandidaten.
  • Nicht dazu: Kosten nach der Einstellung wie Einarbeitung oder Gehalt. Die gehören in andere Kennzahlen.

Beispielrechnung: Ein Arbeitgeber gibt in einem Jahr 40.000 Euro für Anzeigen, Agentur und Film aus, dazu 400 Stunden interne Arbeitszeit zu 50 Euro. Bei zwölf Einstellungen liegt die Cost-per-Hire bei 5.000 Euro. Die Zahlen sind erfunden, das Prinzip nicht: Wer die Kennzahl über Jahre führt, sieht, ob ein neuer Kanal die Kosten senkt oder nur verschiebt.

Die wichtigere Zahl: was eine unbesetzte Stelle kostet

Cost-per-Hire misst, was eine Einstellung kostet. Sie sagt nichts darüber, was es kostet, wenn niemand eingestellt wird. Laut StepStone kostet eine unbesetzte Stelle in der Privatwirtschaft im Schnitt rund 29.000 Euro (Quelle: StepStone, Pressemitteilung zum Arbeitsmarkt). Im öffentlichen Dienst binden unbesetzte Stellen ebenfalls Ressourcen: Überstunden, Zeitarbeit, längere Bearbeitungszeiten, laufende Ausschreibungskosten. Deshalb lohnt es sich, beide Zahlen nebeneinanderzulegen. Eine Maßnahme, die die Cost-per-Hire erhöht, aber die Time-to-Hire halbiert, kann unterm Strich Geld sparen. Mit unserem Kostenrechner für Recruiting-Filme lässt sich diese Rechnung für die eigene Organisation überschlagen.

Warum Cost-per-Hire allein in die Irre führt

Die billigste Einstellung ist nicht die beste. Wer nur auf die Cost-per-Hire schaut, spart bei genau den Dingen, die Bewerber überzeugen: echte Einblicke, schnelle Antworten, ein Gespräch mit dem künftigen Team. Ein Recruiting-Film erhöht die Cost-per-Hire im ersten Jahr und senkt sie danach über mehrere Jahre, weil er auf der Karriereseite und in Social Media weiterarbeitet. Sinnvoll ist die Kennzahl im Verbund: Cost-per-Hire, Time-to-Hire, Quelle der Einstellung und Verbleib nach zwölf Monaten. Erst zusammen zeigen sie, welcher Kanal wirklich trägt.

Cost-per-Hire in Kommunen

Verwaltungen führen die Kennzahl selten, weil Anzeigen im Amtsblatt und auf Interamt wenig kosten. Die versteckten Kosten liegen woanders: in Monaten unbesetzter Stellen, in Verfahren, die mehrfach wiederholt werden, in Personalratssitzungen ohne Ergebnis. Wer diese Zeiten einmal in Stunden und Euro umrechnet, bekommt ein anderes Bild davon, was ein Recruiting-Film oder ein Markenbotschafterprogramm wert ist.

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Häufige Fragen

Wie berechnet man die Cost-per-Hire?

Alle externen und internen Recruiting-Kosten eines Zeitraums geteilt durch die Zahl der Einstellungen in diesem Zeitraum.

Was ist ein guter Wert für die Cost-per-Hire?

Es gibt keinen allgemeingültigen Wert, er hängt von Branche und Berufsgruppe ab. Sinnvoll ist der Vergleich der eigenen Zahl über mehrere Jahre und je Kanal.

Was kostet eine unbesetzte Stelle?

Laut StepStone in der Privatwirtschaft im Schnitt rund 29.000 Euro. Im öffentlichen Dienst entstehen die Kosten über Überstunden, Zeitarbeit und wiederholte Verfahren.

Verwandte Begriffe: Time-to-Hire · Bewerbermanagement · Recruiting-Film · Fachkräftemangel

Schwarzwald Anker